Im Zentrum Athens leben mehr als 300.000 Migranten!

Veröffentlicht: Mai 16, 2011 von xryshavgi in Politik
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In der Hauptstadt Athen herrscht ein Klima der Angst. Im Zentrum wird Jagd auf Ausländer mit dunkler Hautfarbe gemacht.

Die Gewalt gegen dunkelhäutige Ausländer und die Kriminalität illegaler Einwanderer haben die Stimmung in der griechischen Hauptstadt dramatisch verändert. 70 Prozent der Athener haben inzwischen Angst, ins Stadtzentrum zu gehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die Athener Zeitung „To Vima“ am Sonntag veröffentlichte. 85,5 Prozent gaben an, sie fürchteten sich vor der wachsenden Kriminalität.

Der Umfrage waren mehrere Tage rassistischer Gewalt in der griechischen Hauptstadt vorangegangen, ausgelöst von einem Raubmord: Drei offenbar aus Nordafrika stammende Migranten hatten einen 44-jährigen Griechen mit Messern angegriffen, um seine Videokamera zu stehlen. Sicherheitskameras hielten das Geschehen fest, der Mann starb noch am Tatort. Er war auf dem Weg zur Geburt seines Kindes, die er mit der Videokamera aufnehmen wollte. Noch am selben Abend erstachen Unbekannte einen Migranten auf offener Straße. Die Polizei geht von einem rassistischen Hintergrund aus. Es folgten Szenen, wie sie die Menschen in Athen bislang nie erlebt hatten: Aufgebrachte Bürger – unter ihnen zahlreiche Rechtsradikale – attackierten Menschen mit dunkler Hautfarbe im gesamten Stadtzentrum Athens, machten Jagd auf Ausländer. Mindestens 25 Migranten wurden verletzt.

„Ich kann nicht auf die Straße. Ich habe Angst“, hört man immer wieder von Migranten und Einheimischen, die in den seit Jahren heruntergekommenen Stadtteilen Patissia, Kypseli, Agios Panteleimon und Plateia Vathi leben.

Die Polizei konnte zwar 50 Tatverdächtige in Gewahrsam nehmen, die Gewaltwelle dauerte aber bis zum Wochenende an. Immer wieder griffen Rechtsradikale Ausländer an. In zwei Fällen stoppten Unbekannte Busse und schlugen auf jeden ein, der dunkelhäutig war. Dutzende Geschäfte, die von Zuwanderern betrieben werden, wurden beschädigt.

Menschenrechtsorganisationen haben wiederholt vor der Zunahme rassistisch motivierter Gewalt im Zentrum Athens gewarnt. Doch die Regierungen der vergangenen 15 Jahre haben nichts dagegen unternommen. Im Zentrum Athens leben laut Schätzungen mehr als 300.000 Migranten. Viele von ihnen sind ohne Papiere und hausen in heruntergekommenen Wohnungen oder verlassenen Häusern. Wegen der Finanzkrise im Land wird es für Migranten immer schwerer, Arbeit zu finden. Inzwischen dürften in Griechenland mehr als eine Million Migranten leben – bei insgesamt 11,3 Millionen Einwohnern.

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Kommentare
  1. MJUZH sagt:

    eine regierung die so sehr viele flüchtlinge aufnimmt obwohl sie weiß, dass sie diesen menschen nicht einmal das nötigste zum überleben bieten kann und erst recht nicht das was sich die menschen in wahrheit wünschen. wir alle wissen, dass es um den heißgeliebten wohlstand geht. mit allem was dazu gehört. die griechische regierung hat fahrlässig gehandelt. sie hat den frieden des landes riskiert und rassismus, faschismus, ängste und hass gefördert. das ist untragbar, nicht zu entschuldigen und muss ein ende haben. die illegalen flüchtlinge müssten sobald wie möglich das land verlassen. außerdem sollte genau geprüft werden wer (nur wirklich verfolgte) und wie viele (so wenig wie möglich) menschen bleiben können. die flüchtlinge so wie die eu, linke und alle anderen müssen zugeben, dass sich griechenland massiv mit de rettung des landes beschäftigen muss und deshalb nur relativ wenig flüchtlinge versorgen kann. diese einsicht hat nichts mit ausländerfeindlichkeit zu tun sondern ist vernünftig. die logische konsequenz. es ist traurig zu sehen was griechenland zur zeit ist. offenbar ein ort in dem man nicht sicher leben kann. in dem ein mensch der seine frau und sein kind im krankenhaus besuchen möchte auf offener straße erstochen wird. wie oben erwähnt ist dies nicht die schuld der flüchtlinge sondern der überrforderten und oder unfähigen, korrupten politiker. das war einmal anders. griechenland war immer eher antifaschistisch. das soll so bleiben. deshalb, selbstverständlich können und sollten die griechen und alle anderen menschen im rahmen ihrer möglichkleiten alles versuchen um die von armut betroffenen mitmenschen möglichst in ihren jeweiligen ländern zu unterstützen. sicher gibt es viel mehr möglichkeiten.

    p.s nicht das die griechen auch die griechsichen berge im notfall nicht nutzen können weil auch diese von den flüchtlingen besetzt werden…….

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