Feuer-Held stirbt bei Absturz mit seinem Löschflugzeug
Sie gehören zu den Helden dieses Sommers in Griechenland. Unermüdlich fliegen Piloten mit ihren kleinen Flugzeugen oder Helikoptern Einsätze gegen Buschfeuer und Waldbrände: landen, Wasser aufnehmen, starten, Wasserfracht abwerfen, landen…
Jetzt starb einer der Helden bei seiner gefährlichen Arbeit! Seine einsitzige Maschine stürzte rund zwei Kilometer westlich des Flughafens der Insel Kefalonia im Ionischen Meer ab.
„Er starb beim Einsatz. Die Umstände des Absturzes sind noch nicht geklärt“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr im staatlichen Radio (NET).
In Griechenland waren in den vergangenen zehn Tagen mehr als 300 Brände ausgebrochen. Löschflugzeuge und Hubschrauber sind das wichtigste Mittel zu ihrer Bekämpfung.
Quelle: Bild.de
Griechenlands Regierung steckt nach Bränden in der Sackgasse
Athen – Vier Tage haben die Brände in Griechenland gewütet, und obwohl sie nun abklingen, fällt die Bilanz für die konservative Regierung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis verheerend aus. Denn der Schaden ist vor allem ein politischer. Schon 2007 hatten weitaus größere Brände rund 70 Menschenleben gekostet. Damals hatte man den Geschädigten 3000 Euro ausgezahlt, rasch Neuwahlen angesetzt und versprochen, dass nie wieder Waldbrände wegen Inkompetenz, Nachlässigkeit und Korruption zu Katastrophen werden sollen.
Das Manöver gelang, die Konservativen gewannen die Wahl – aber seither geschah nichts. Viele Stellen bei der Feuerwehr sind unbesetzt, seit 2007 wurde nicht ein einziger zusätzlicher Wasserbomber gekauft, es wurden keine Feuerschneisen in den Wäldern geschlagen. Ein Bürgermeister, der das auf eigene Faust versuchte, wurde von der Forstbehörde gemaßregelt.
Die Regierung ist nun auf der Suche nach Argumenten für ihre Unschuld. Man dürfe die Kiefern nicht vergessen, sagte ein Regierungssprecher, Kiefern brennen so leicht. Die Feuerwehr habe gut, schnell und koordiniert gearbeitet. Die verbrannten Wälder sollen zügig aufgeforstet werden.
Genau das schreiben die Gesetze vor, und genau das hatte die Regierung auch 2007 versprochen. Trotzdem wurden Brandflächen bald zu Bauland. In Griechenland kann man illegal gebaute Häuser nachträglich legalisieren und illegale Häuser ans Stromnetz anschließen, aber es gibt kein Grundverzeichnis, das Wälder verbindlich als Wald ausweist. All das trägt dazu bei, dass Waldbrände gewisse Menschen reich machen – Spekulanten, Lokalpolitiker, Bauherren. Dabei verbrennt das Land von Jahr zu Jahr mehr, 30 Prozent der Waldflächen rund um Athen wurden laut Medienberichten in den letzten zehn Jahren vernichtet.
Im Volk mischt sich Bitterkeit mit Fatalismus, die Brände sind zu einem Symbol für die griechische Krankheit geworden – für die Unfähigkeit der Gesellschaft, ihre Probleme zu lösen. Und so muss die Regierung mehr verteidigen als nur ihre Brandschutzpolitik. Erdrückt von enormen Schulden, ist sie abhängig von alternden Wählern, die zugleich die logischen Opfer einschneidender Reformen wären, weshalb alle Reformen halbherzig und die Schulden unbezahlbar bleiben. Darum wird dann beispielsweise bei der Feuerwehr gespart.
Die sozialistische Opposition ist in den Augen vieler Griechen nicht besser, aber sie profitiert von der wachsenden Unzufriedenheit. Geschickt sagen die Sozialisten, dass sie mit Kritik warten, bis die letzten Flammen gelöscht sind. Dann aber werden sie alle Register ziehen.
Karamanlis erwog kürzlich noch Neuwahlen für nächsten Oktober, aber das wird er nach der neuen Feuerkatastrophe vielleicht doch nicht wagen. Die Sozialisten haben angekündigt, Neuwahlen im März erzwingen zu wollen. Sie führen in den Umfragen mit fünf Prozentpunkten, und so kann es sein, dass die Waldbrände zum letzten Sargnagel der Regierung werden.
Eine Umfrage im Dezember 2008 ergab, dass 86 Prozent der Befragten keiner der beiden großen Parteien trauen. Griechenland brauchte eine Alternative, aber es gibt keine. Und so leuchtet das Licht der Flammen nur ins Dunkel der griechischen Sackgasse.
Quelle: welt.de
Fatale Fehler in Griechenland
Athen. Die verheerenden Wald- und Buschbrände in der Umgebung der griechischen Hauptstadt Athen sind gelöscht. Die Bilanz der Katastrophe: 213 Quadratkilometer verbrannte Erde, eine Fläche so groß wie die Stadt Essen. Rund zwei Millionen Bäume und 150 Häuser gingen in Flammen auf, unzählige Wild- und Haustiere verendeten in den Feuerstürmen. Menschen kamen nicht ums Leben.
Während am Dienstag die Feuerwehren weiter im Brandgebiet patrouillierten, um die letzten Brandnester abzulöschen, beriet die Regierung über Entschädigungen für jene Menschen, die Häuser, Autos, Vieh und Anbauflächen verloren haben. Schon gestern konnten entsprechende Anträge bei den örtlichen Rathäusern eingereicht werden, die Bauämter begannen mit der Bestandsaufnahme. Wie hoch der Sachschaden insgesamt ist, lässt sich noch nicht abschätzen.
Die konservative Regierung dürfte aber, wie schon nach den Bränden auf dem Peloponnes vor zwei Jahren, auch jetzt zügig Hilfsgelder verteilen. Denn in den kommenden sechs Monaten könnten Neuwahlen in Griechenland anstehen, und in den Meinungsumfragen liegen die regierenden Konservativen seit Monaten deutlich hinter den oppositionellen Sozialisten.
Die Feuersbrünste kommen Ministerpräsident Kostas Karamanlis deshalb auch politisch höchst ungelegen. Denn der Premier, die für das Katastrophenmanagement zuständigen Minister und die Feuerwehr geraten jetzt, wie bereits nach den verheerenden Bränden auf dem Peloponnes 2007, in die Kritik – auch im eigenen Lager. Die regierungsnahe Athener Zeitung Kathimerini veröffentlichte am Dienstag auf der Titelseite ein großes Luftbild, das die schwarze, leblose Mondlandschaft rund um den Stausee von Marathon zeigt. Die Überschrift lautete: „Fatale Fehler und Versäumnisse“.
Drastischer noch die Titelschlagzeile der Zeitung Eleftherotypia: „Der Staat des Verbrechens“. Griechenland habe zwar in den vergangenen zehn Jahren 97 Milliarden Euro für die Rüstung ausgegeben, aber nur 300 Millionen für Löschflugzeuge. Bei den Feuerwehren, schreibt die Zeitung To Vima, seien aus Geldmangel von 12.800 Planstellen nur 9700 besetzt. Auch bei den Forstverwaltungen gibt es zahlreiche unbesetzte Stellen – örtlich bis zu 70 Prozent.
Kathimerini sieht Parallelen zur Brandkatastrophe auf dem Peloponnes. „Die gleichen Fehler wurden wiederholt“, schreibt das Blatt: Wie damals habe die Feuerwehr den Brand unterschätzt. Die Regierung will allerdings, wie schon im Katastrophensommer 2007, weder Vorwürfe gelten lassen, noch ist sie zur Selbstkritik bereit. Während Kommunalpolitiker im Brandgebiet über chaotische Zustände bei der Brandbekämpfung klagen, ist Regierungssprecher Evangelos Antonaros voll des Lobes über das eigene Katastrophenmanagement.
Unterdessen warnen Experten vor den Folgen der Brände für das Mikroklima der Region. Michalis Petrakis, Direktor des Instituts für Umweltstudien an der Sternwarte Athen, rechnet mit einem Anstieg der Höchsttemperatur um bis zu sechs Grad. Wie schon 2007 versichert die Regierung, abgebrannter Wald würde wieder aufgeforstet. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit ist das nicht sehr ernst zu nehmen. So brannten nach Angaben der griechischen Ingenieurskammer 2007 in Attika rund 5000 Hektar Wald ab.
Aufgeforstet wurden nur 218 Hektar. Auch auf dem Peloponnes wurde bisher erst ein kleiner Bruchteil der abgebrannten Wälder aufgeforstet. Wenn das überhaupt in Griechenland jemand tut, dann meist nicht die staatlichen Forstbehörden, sondern Bürgerinitiativen und Kommunen.
Quelle: http://www.fr-online.de
Waldbrände in Griechenland unter Kontrolle
Die Waldbrände rund um die griechische Hauptstadt Athen sind weitgehend gelöscht worden. Die Lage blieb in der Nacht ruhig, berichtete das Staatsradio. Zwei Brände gab es noch 70 Kilometer westlich Athens in der Nähe des Fischerdorfes Porto Germeno sowie auf der Südseite der Ägäisinsel Euböa.
Nach vier Tagen hat die Feuerwehr die verheerenden Waldbrände nahe Athen unter Kontrolle gebracht. Sprecher Yiannis Kappakis erklärte am Abend, die Flammen seien weitgehend eingedämmt, die Gefahr sei aber noch nicht vorüber.
Mehr als 1000 Feuerwehrleute und Soldaten sollten im Einsatz bleiben, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Die Brände haben nach Angaben des Europäischen Informationssystems für Waldbrände der EU-Kommission (EFFIS) seit Samstag rund 21.000 Hektar Land zerstört. 150 Häuser wurden beschädigt.
Tausende Feuerwehrleute und freiwillige Helfer kämpften fieberhaft gegen Brände und erhielten dabei immer mehr dringende Unterstützung von Löschflugzeugen und Helikoptern aus dem Ausland.
Sechs große Feuer wüteten den Behörden zufolge im ganzen Land, das größte und gefährlichste in der Nähe der Hauptstadt. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, dazu kommen einige Dutzend mit Atemproblemen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
Themen
Die Ursache der Feuerinfernos war noch nicht bekannt, Brandstiftung oder Fahrlässigkeit ist in Griechenland in den heißen Sommern keine Seltenheit. Es ist der größte Waldbrand seit der Katastrophe auf dem Peloponnes vor zwei Jahren, bei der 76 Menschen umkamen. Die Umweltorganisation WWF warf der Regierung vor, sie habe keine Konsequenzen aus der Katastrophe gezogen.
Quelle: http://www.welt.de
In Griechenland verdienen viele an den Bränden mit
Brandstiftung und Fahrlässigkeit sind die häufigsten Ursachen für Waldbrände in Griechenland. Mit der Vernichtung der grünen Lungen des Landes verdienen die Hintermänner Millionen.
Das Muster ist immer das gleiche: Bei günstigem Wind werden an drei bis vier Stellen gleichzeitig Feuer gelegt. Und nur, wenn die Feuerwehr innerhalb einer Viertelstunde eintrifft, kann das Feuer gelöscht werden, bevor es sich ausbreitet. Die in Griechenland vor allem in Küstennähe vorherrschenden Pinienwälder sind besonders gefährdet. Einmal in Brand, explodieren die Bäume in den Flammen und schleudern ihre brennenden Stücke über weite Entfernungen. In rasender Geschwindigkeit entstehen so kilometerlange Feuerfronten.
Oft ist es das Geschäft mit dem großen Geld, das die Wälder zerstört. Nur etwa zehn Prozent der einmal abgebrannten Flächen werden wieder aufgeforstet. Unter Umgehung der Gesetze entstehen vielfach auf den „brandgerodeten“ Flächen Einkaufszentren, Vergnügungsparks und Villen. Bis zu 200 000 Euro Belohnung hat die Regierung für Hinweise geboten, die zur Ergreifung eines Brandstifters führen. Doch nur selten können die Täter gefasst werden. Bei 9866 Bränden im Jahre 2004 beispielsweise wurden nur in zwölf Fällen Brandstifter überführt.
Dabei lässt sich in den meisten Fällen feststellen, wie und warum das Feuer ausgebrochen ist. Dafür ist die griechische Feuerwehr geschult. Oftmals findet man sogar noch die Brandbeschleuniger vor Ort. Doch nicht nur gezielte Brandstiftung, auch Fahrlässigkeit ist eine häufige Ursache für Waldbrände. Viele Feuer entstehen durch Müllverbrennung auf den oftmals von Gemeinden illegal angelegten Müllhalden in waldnahen Gebieten. Andere werden durch Hochspannungsmasten mit defekten Isolatoren erzeugt. Oder von einer weggeworfenen Glasflasche, deren Splitter bei Sonneneinfall als Brennglas fungieren.

Den Brandstiftern kommt die fehlende Bestimmung der Waldflächen zugute. Es gibt keine Karten, in denen Waldgebiete als solche markiert sind. Auch Bebauungspläne, in denen die Flächen nach Art der erlaubten Nutzung eingeteilt sind, existieren nicht, obwohl sie vorgeschrieben sind. Deswegen wird ein Bauantrag von der Baubehörde anhand unvollkommener Informationen und den „Empfehlungen“ der Wald- und Forstbehörde erteilt. Das bedeutet, dass die Entscheidung nicht aufgrund objektiv festgelegter Kriterien gefällt wird, sondern auf der willkürlichen Bewertung der betroffenen Beamten beruht. Wodurch die verbreitete Korruption eine Rolle bei der Gewährung spielen kann.
Erschwerend kommt hinzu, dass Griechenland auch keine vollständigen Grundbücher besitzt. Daraus resultiert ein verbreitetes Verfahren, sich staatliches Land nach einem Brand anzueignen: Das gewünschte Land wird eingezäunt, Ölbäume werden gepflanzt. Dann wird ein Beamter im Landwirtschaftsministerium bestochen und die Fläche als Agrargebiet ausgewiesen. Mit Hilfe zweier Zeugen, „beweist“ man, dass das Grundstück schon vom eigenen Opa bebaut wurde und reißt sich so das ehemalige Waldgebiet zum Nulltarif unter den Nagel. Immer wieder werden Skandale bekannt, in die hohe Beamte verwickelt sind.
Doch illegales Bauen ist in Griechenland kein Privileg der Reichen. Die an den Hängen der Athen umschließenden Berge gebauten Einfamilienhäuser sind zum größten Teil ohne Baugenehmigung errichtet. Weil Bebauungspläne fehlen, hat sich eingebürgert, dass man sein Häuschen auf dem eigenen Grundstück nach Gutdünken errichtet. Bestenfalls kümmert man sich danach um die Genehmigung.
Aber das große Geld mit den Waldbränden verdienen einige Wenige. Während der griechischen Militärjunta (1967 bis 1974) wurden in großem Stil staatliche Flächen an Einzelpersonen und Konsortien als Baugrund vergeben. Auf diese Weise wurden von der Junta riesige Flächen in bester Lage in Erholungsgebieten und den jetzt brennenden einstmals grünen Lungen der Hauptstadt verschenkt. Heute werden auf diesen Filetstücken nach „Brandrodungen“ Grundstücke gewinnbringend an Investoren verkauft, die darauf Villen errichten.
Ähnlich schlimme Brände wie jetzt erlebte die Provinz Attika vor elf Jahren, als unter anderem das Gelände am damals noch im Bau befindlichen Flughafen brannte. 90 Prozent der Feuer waren rund um die Baustellen der Olympischen Bauten ausgebrochen – dort, wo später Vergnügungs- und Einkaufsstätten entstehen sollten.
Quelle: http://www.morgenweb.de
Systemrelevante Brandstiftung
Aus Schaden wird man klug, sagt der Volksmund. Für Griechenland aber scheint das nicht zu stimmen. Vor zwei Jahren kamen rund 70 Menschen bei verheerenden Waldbränden ums Leben. Von einer nationalen Katastrophe war die Rede, der Notstand wurde verhängt, und jeder wusste, warum es brannte: weil die Politik es brennen ließ. Umwelt- und Baubehörden sind so eng miteinander verzahnt und mit der Bauindustrie verflochten, dass Bodenspekulanten freie Hand haben und auch vor Brandstiftung nicht zurückschrecken. Praktisch müssen die Brandstifter keine Strafe fürchten. Todesopfer können da immer vorkommen, werden hingenommen, sie sind schließlich nicht profitmindernd.
Das alles war immer schon so, aber das schiere Ausmaß der Zerstörung war 2007 so groß und der Aufschrei in den Medien so laut, dass die Politiker zu bangen begannen. Parlamentswahlen wurden vorgezogen, jeder versprach, es künftig anders zu machen. Aber natürlich geschah nichts, und nun ist es wieder so weit: Griechenland brennt. Athens Vororte werden evakuiert. Noch ist zum Glück niemand gestorben.

Wird sich diesmal etwas ändern? Keine der großen Parteien wird einen Finger rühren, man hat betuchte Freunde und will ihnen nicht schaden. Nur eine neue politische Kraft kann Bewegung bringen ins altersschwache System der Macht der ewigen Traditionsfamilien – Karamanlis, Papandreou, Mitsotakis.
Die Europawahl hatte im Juni eine erste, noch schwache Reaktion gezeigt: Die Grünen stiegen von 0,5 auf 3,5 Prozent. Nächstes Jahr wird wieder gewählt in Griechenland. Man kann für Griechenlands verbliebene Wälder nur hoffen, dass die Wähler für eine neue politische Kraft im verstaubten Kabinett der Etablierten sorgen.
Quelle: http://www.welt.de
Inferno erreicht Athener Vororte – Feuerwehr machtlos
20.000 Hektar Land verbrannt – Ausland schickt mehr Hilfe
Die Feuerwalze frisst sich immer dichter an Athen heran. Sturmböen fachen die Flammen ständig neu an, die Feuerwehr ist machtlos. Viele verzweifelte Griechen kämpfen mit Eimern und Zweigen gegen das Inferno. Das Ausland schickt mehr Hilfe.
Es sind dramatische Bilder – eine Feuerwalze auf 40 Kilometern Länge, angefacht von heftigen Windböen, die zudem ständig ihre Richtung ändern: Der Waldgürtel nördlich von Athen steht in Flammen, und die Bevölkerung macht ein ähnliches Trauma durch wie die des Peloponnes vor zwei Jahren. Damals kamen über 70 Menschen ums Leben, und die Regierung geriet wegen einer schleppenden Koordination des Löscheinsatzes unter Druck.
In dem betroffenen Gebiet von Athen bis Marathon herrscht trotz eines massiven Einsatzes von Löschflugzeugen ein Gefühl der Ohnmacht. Die verheerenden Brände erreichten am Sonntag die nördlichen Athener Vororte Agios Stefanos, Gerakas, Anoixi und die vornehme Wohnsiedlung Ekali. Die Behörden ordneten die Evakuierung der besonders gefährdeten Orte an.
Rauchschwaden bis nach Afrika
Eine dichte Rauchwolke breitet sich im Osten der griechischen Hauptstadt bis zum Südpeloponnes aus. Die Rauchschwaden wehen bereits bis nach Nordafrika, wie Satellitenbilder zeigen. Die Feuerwehr ist immer noch machtlos. „Die Lage bleibt ernst,“ sagte ein Sprecher.
Trotz der Räumungsbefehle der Behörden bleiben viele Einwohner in ihren Häusern, um ihr Hab und Gut gegen die Flammen zu verteidigen. Manche haben im Kampf gegen das Inferno nichts anderes als Baumzweige, mit denen sie auf die Flammen einschlagen. Andere versuchen, mit Wasserschläuchen und Eimern das Feuer einzudämmen. Mehrere Menschen wurden mit Atemwegsbeschwerden und leichten Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht. „Nur durch ein Wunder haben wir bislang keine Todesopfer“, sagte ein Feuerwehrmann.
Mehr Hilfe aus dem Ausland
Unterdessen kommt immer mehr Hilfe aus dem Ausland. Laut Feuerwehr will Frankreich an diesem Montag weitere Löschflugzeuge schicken. Italien und Frankreich helfen bisher mit insgesamt vier Maschinen. Zypern setzte 60 Feuerwehrleute und einen Löschhubschrauber in Marsch.
Wegen der Großbrände hat die griechische Polizei am Sonntag alle einheimischen Urlauber aufgerufen, möglichst nicht in die Hauptstadt zurückzukehren. Wenn sie es einrichten könnten, sollten sie an ihren Urlaubsorten bleiben. Die Behörden befürchteten, die erwartete Rückkehrerwelle könnte die Zufahrtsstraßen für Löschfahrzeuge blockieren. Das Innenministerium genehmigte allen Beamten, ihren Urlaub um einen Tag zu verlängern. Fußballspiele fielen aus.
„Pinienzapfen wie Projektile“
Unterdessen gab es neue Schätzungen zu den Schäden: „Es sind bislang mehr als 20.000 Hektar Wald, Buschland und landwirtschaftlich genutztes Land verbrannt“, sagte der Präfekt von Athen, Giannis Sgouros, am Sonntagabend im Fernsehen. Die Flammen fanden in den trockenen Pinienwäldern reichlich Nahrung. „Die Pinienzapfen sind wie Projektile“, sagte der Bürgermeister des Dorfs Drossia, Avraam Pasipoularidis. „Alles um mich herum brennt.“
Die Großbrände im Norden Athens haben bislang den Verkehr im Flughafen „Eleftherios Venizelos“ nicht behindert. Alle Flüge hätten bislang normal stattgefunden, teilte eine Flughafen-Sprecherin mit. Der Airport liegt etwa 15 Kilometer südlich der betroffenen Region.
Brandstiftung vermutet
Wegen der dramatischen Lage war am Samstag für die gesamte Region nördlich Athens der Notstand ausgerufen worden. Zu den Ursachen der Brände lagen keine Angaben vor. Es wird jedoch Brandstiftung vermutet. Zudem soll ein kleiner Waldbrand nahe der Ortschaft Grammatiko im Nordwesten Athens am Samstagmorgen zunächst unterschätzt worden sein. „Als starke Winde kamen, war es zu spät“, sagte ein Einwohner von Grammatiko.
Quelle: http://www.heute.de
Schwere Waldbrände: Feuersbrunst erreicht Vororte Athens

Tausende Bewohner ergriffen in der Nacht die Flucht: Die Waldbrände bei Athen haben nun erste Vororte der griechischen Hauptstadt Athen erreicht. Die Behörden evakuierten Wohnhäuser, zwei Kinderkliniken und Campingplätze. Bewohner kämpften eigenhändig mit Wasserschläuchen gegen die Flammen
Athen – Die am Freitag ausgebrochenen Brände wüten inzwischen auf einer Länge von 40 Kilometern im Nordwesten von Athen. Nach Angaben der Feuerwehr fraßen sich die Flammen unkontrolliert durch Pinienwälder und Felder und bewegten sich immer weiter auf die Hauptstadt zu. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde fachten die Flammen immer wieder an und erschwerten die Löscharbeiten.
Mit dem ersten Tageslicht setzte die griechische Feuerwehr erneut massiv eigene Löschflugzeuge und Hubschrauber ein. Sie kamen jedoch bislang nicht gegen die Flammen an. Nun sollen vier Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich helfen, das verheerende Feuer zu stoppen, berichtete das Staatsradio. Die Flugzeuge sollen am Nachmittag eintreffen.
Die Bewohner kämpften eigenhändig mit Wasserschläuchen gegen die Flammen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.
Bis zu 20 Meter hohe Flammen näherten sich in der Nacht abgelegenen Krankenhäusern in dem Waldgebiet von Penteli, 15 Kilometer nördlich von Athen. Die Kliniken mussten evakuiert werden. Dutzende Häuser wurden vollständig zerstört.
„Die schlimmste Nacht meines Lebens“
Die Feuer wüteten auch in den Bergen nahe der Stadt Marathon. Bürgermeister Spiros Sagaris äußerte beim Fernsehsender ANT1 Befürchtungen, ohne rasche Hilfe der Feuerwehr werde die ganze Stadt niederbrennen. „Es war die schlimmste Nacht meines Lebens“, sagte ein Einwohner von Marathon. „Das Feuer umzingelt uns“, berichtete der Mann am Sonntagmorgen am Telefon. Der historische Ort liegt 40 Kilometer nordöstlich von Athen.
Wegen der dramatischen Lage war am Samstag für die gesamte Region nördlich der Hauptstadt der Notstand ausgerufen worden. Auch wurden Hilfskräfte aus anderen Regionen Griechenlands in das Notstandsgebiet geschickt. Griechenlands Ministerpräsident Kostas Karamanlis sagte, Feuerwehrleute und Freiwillige führten einen schwierigen Kampf unter extremen Bedingungen.
Wegen der hohen Temperaturen von rund 40 Grad und starken Sommerwinden wird Griechenland immer wieder von schweren Waldbränden heimgesucht. 2007 kamen bei einer Reihe von Waldbränden 77 Menschen ums Leben, Tausende Hektar Wald wurden zerstört.
Quelle: Spiegel.de
Türken kennen sich sogar mit Photoshop aus (nicht Wirklich!)
Hier ein Bild das seit ein paar Tagen im Netz kurisert. Ist natürlich eine Fälschung! Eine sehr schlechte Fälschung!
Die Türken sollte lieber noch ein bischen lernen mit Photoshop umzugehen, anstatt die Welt, mit ihrem Dünnschiss voll zu labern….

Ach nochwas, hallo ihr Türken, nicht vergessen, Imia gehört immer noch zu Griechenland, ob es euch passt oder nicht.
Leichen aus Massengrab auf Zypern identifiziert – Griechenland verurteilt „Verstöße gegen das Völkerrecht“
Griechenland / Athen. Die Verbrechen und eklatanten Verstöße gegen das Völkerrecht sowie gegen die Menschenrechte durch Ankara während der türkischen Invasion auf Zypern im Jahr 1974 seien nun durch die Identifizierung der sterblichen Überreste von fünf griechischen Zyprern bewiesen. Das sagte der Sprecher des Athener Außenministeriums, Gregoris Delavekouras, am Montag. Eine Untersuchungskommission hatte vor wenigen Tagen in einem Massengrab beim Dorf Tziaos im von türkischen Truppen besetzten Nordteil der Insel fünf ehemalige Kriegsgefangene der zyprischen Nationalgarde identifiziert. Sie galten bisher als vermisst. Gefunden wurden sie in einem Brunnen, zusammen mit den Überresten von 14 weiteren Personen, deren Identität bisher noch nicht geklärt ist. „Die geltenden Rechtsvorschriften des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen endlich umgesetzt werden. Die Türkei muss Maßnahmen ergreifen, um das Schicksal aller Vermissten zu klären. Die 35 Jahre dauernde quälende Ungewissheit der betroffenen Familien muss ein Ende haben“, sagte Delavekouras. Eine Sprecherin der größten Oppositionspartei PASOK bezeichnete die Erkenntnisse als „grausige Bestätigung dessen, was wir vermutet hatten“. (Griechenland Zeitung / ch)
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